Five easy pieces (1995)

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16mm Schwarzweiss- und Farbfilm,
übertragen auf Video, ohne Ton,
7 Min. 34 Sek., Endlosprojektion

In der Montage aus sorgfältig choreografierten Bewegungssequenzen verselbstständigt sich die Kamera und sucht schwindelerregende Einstellungen. Aus extremer Untersicht folgt man den Schritten einer Seiltänzerin, die auf einem gespannten Drahtseil quer durch die Einstellung schreitet. Es folgt der Wechsel in die Vogelperspektive auf fünf Männer beim Schwingen von Hula-Hoop-Reifen, dann wieder blickt man aus der Froschperspektive hoch zum Hüftschwung eines einzelnen Tänzers. Als einzige Farbaufnahme sind in Nahsicht Augen, Nase und Mund des Künstlers durch die verzerrende Optik eines Endoskops wiedergegeben. Schon die raschen Schnitte der Komposition und das Spiel mit der Kamera fordern die Sinne heraus. Dieser Effekt wird noch gesteigert, als der Künstler, der gegen Ende des Films vor uns aufragt, auf das Kamerabild und somit scheinbar auf den Betrachter uriniert und spuckt.