März
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
27
28
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31

once upon a time (2002)

12_rgb_2002_once-upon-a-time_wv03_lessebo_20.jpg

Abfolge von 116 35mm Diapositiven,
digitalisiert, mit Ton, 70 Min.

Once Upon a Time ist eine Folge von langsam sich überblendenden Diapositiven. Zu sehen ist ein weit ausholender Bilderfundus: Diagramme
und chemische Formeln, die Geburt eines Kindes, Gruppen von Arbeitern, Szenerien aus der Natur und der Zivilisation, Ansichten einer Grossstadt und biologische Schemata; alle geprägt von einer unverkennbaren Ästhetik der 1970er-Jahre. Bindeglieder, die einen narrativen Zusammenhang ermöglichen würden, fehlen aber. Demonstriert wird hier die «grosse Erzählung» des Daseins auf Erden, aufgesplittert in Rubriken – Alltagswelt, die Welt des Wissens und der Technik, Kulturen. Once Upon a Time basiert auf einer Bilderselektion, die 1977 von einem Komitee der NASA getroffen wurde und mit den Spaceshuttles Voyager I und II in das Weltall entsandt wurde, zusammen mit einer Anleitung für die Dechiffrierung der Signale sowie mit einer Auswahl an Tonerzeugnissen. Diese auf der «Golden Record» abgespeicherten Informationen waren eine Botschaft von der Erde an eventuell vorhandenes intelligentes Leben im All. Aus heutiger Sicht sind die Bilder viel mehr als eine veraltete «repräsentative» Auswahl: Sie verraten einen für uns kaum mehr vorstellbaren Glauben an solche utopische Projekte.

Der Künstler kombiniert die Bilder mit Stimmen, die in scheinbar unterschiedlichen Sprachen rezitieren und mit ihrer Kraft den ganzen Raum füllen. Tatsächlich sind es unkontrollierte, zwar sprachähnliche, aber unverständliche Spracherzeugnisse, die als «Glossolalie» bezeichnet werden.