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Hunger

Steve MCQueen, UK 2008

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Mit Hunger realisierte Steve McQueen seinen ersten Spielfilm. Die Geschichte konzentriert sich auf den IRA-Aktivisten Bobby Sands (Michael Fassbender) als wichtigen Protagonisten des Nordirlandkonflikts. Sands starb 1981 im Gefängnis Maze in der Nähe von Belfast an den Folgen eines Hungerstreiks. Dieser war das letzte politische Druckmittel der inhaftierten Aktivisten in einer langen Serie von Protesten, nachdem ihnen 1976 von der britischen Regierung der Status als politische Häftlinge abgesprochen worden war. Der Film ist keine Nacherzählung des Lebens von Bobby Sands. Vielmehr werden durch die Sicht ins Innere des Gefängnisses, wo Gewalt und Unnachgiebigkeit aufeinanderprallen, die Gefangenen und die Wärter ins Zentrum gerückt. Die ab und zu aufflackernde Menschlichkeit wirkt in diesem Kraftfeld erschütternd. Steve McQueen bricht mit vielen Regeln des konventionellen Erzählkinos und unterläuft die Erwartungen an Narration und Kontextualisierung. Länge und Rhythmus der Einstellungen, die auf den Körper fokussierten Szenen und die hohen Anforderungen an den Betrachter knüpfen an die Filmsprache an, die Steve McQueen in seinen Arbeiten als bildender Künstler entwickelt hat.

Vorführungen im Schaulager
Hunger, 96 Min., UK 2008, E, deutsche Untertitel
28.3. 20 Uhr | 31.3. 16 Uhr | 11.4. 17 Uhr | 14.4. 16 Uhr | 9.5. 16 Uhr | 12.5. 16 Uhr | 6.6. 20 Uhr | 9.6. 16 Uhr | 29.8. 20 Uhr | 1.9. 16 Uhr



Shame

Steve MCQueen, UK 2011

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Brandon (Michael Fassbender) ist ein von Sexsucht getriebener Mitdreissiger, der jeden Raum hinter seiner gut aufgebauten Fassade von Job und Wohnung, Normalität und Distanziertheit für seine ununterbrochene Lust auf Sex beansprucht. Seine Welt gerät ins Wanken, als Sissy (Carey Mulligan), seine labile Schwester, in seinem Leben auftaucht. Mit Sissy und Brandon prallen Gegensätze aufeinander, woraus Momente fragilster Intimität hervorbrechen, die aber doch die Distanz im Verhältnis der Geschwister nicht verringern. Szenen frenetischer Suche nach Befriedigung zeigen Brandon als einen verlorenen, einsamen Menschen, der sich zwischen seiner Scham und seiner Sucht blockiert sieht. Trotz mehreren Versuchen verpasst Brandon immer wieder die Gelegenheit, das Muster zu zerstören. Weder kann er eine sich anbahnende zwischenmenschliche Beziehung zu einer Kollegin aufbauen, noch schafft er es, den Hilfeschreien seiner Schwester mit Kraft und Ruhe zu begegnen. Als er in der letzten Szene seine suizidale Schwester rettet, zeigt sich aber mit dem von Blut und Regen durchnässten, in der Kälte knienden Brandon gleichsam das Bild einer Reinwaschung, das vielleicht Hoffnung auf Erlösung verspricht.

Vorführungen im Schaulager
Shame, 101 Min., UK 2011, E, deutsche Untertitel

17.3. 16 Uhr | 11.4. 20 Uhr | 25.4. 20 Uhr | 28.4. 16 Uhr | 23.5. 20 Uhr | 26.5. 16 Uhr | 4.7. 20 Uhr | 7.7. 16 Uhr | *15.8*. 20 Uhr | 18.8. 16 Uhr